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Wir stellen vor: Die wahre Geschichte

Rufen wir uns die Geschichte von Romulus und Remus doch noch einmal ins Gedächtnis. Im Großen und Ganzen ging es um zwei Brüder, die sich eben wie zwei Brüder verhalten, indem sie nichts anderes zu tun haben, als sich zu hänseln, zu streiten und zu prügeln. Nun gut, über den Mord lässt sich streiten, aber eigentlich lässt sich das alles ganz natürlich erklären. Im Wesentlichen ist die Geschichte aber eigentlich komplexer, und darum wollen wir, obwohl mir bewusst ist, dass sie da draußen die Geschichte kennen, einfach alles noch einmal Revue passieren lassen.

Romulus und Remus wollen beide eine Stadt gründen, können sich aber nicht auf einen Namen einigen und fangen deshalb, trotzig wie Kinder eben sind, beide an, eine Stadt zu bauen. Natürlich denkt keiner so weit, dass es sinnlos wäre, zwei Städte zu haben, aber denken war ja noch nie die Stärke der antiken Bevölkerung. Man bedenke Archimedes, der zwar intelligent war, aber nur getötet wurde, weil er vor lauter Konzentration seinen Namen nicht mehr wusste.

Aber zurück zu Romulus und Remus. Die beiden sprachen eine Zeit lang kein Wort mehr miteinander, Remus traute sich erst wieder etwas zu sagen, als er die eher mickrige Stadtmauer seines Bruders sah. Er muss wohl etwas gesagt haben wie "Mein Schwanz ist länger als deine Stadtmauer hoch" oder was man eben in solchen Situationen sagt. So genau wurde das nicht überliefert. Aber Remus hat noch einen draufgesetzt, indem er über die Mauer mit einem Satz drübersprang. Er hatte gewusst, dass sein liebstes Brüderchen sauer sein würde, aber dass das soweit geht, hat er wahrscheinlich nicht einkalkuliert.

Wahrscheinlich hat er einfach garnicht gedacht.

Nun, ich könnte jetzt in grausame Details gehen, aber ich werde alles abkürzen: Romulus hat Remus getötet. Setzen wir zu den schlechten Eigenschaften der Antiker dazu: arrogant, impulsiv, und jähzornig.

Wie schon erwähnt, ist diese Geschichte zwar nett, aber verfälscht und am falschen Ort zur falschen Zeit. In Wirlichkeit war das alles ganz anders. Als erstes spielte diese Geschichte in Griechenland, und zwar spät genug, um die Olympischen Spiele der Antike schon zu kennen. Und die Geschichte spielte zwischen zwei Halbgöttern. Wahrscheinlich haben sich die Römer diese Geschichte geklaut, weil sie so unglaublich menschlich war und so unglaublich gut gepasst hat zu dem, was in Italien geschehen war. Aber natürlich, lieber Leser, interessiert sie eher, was sich in Griechenland zugetragen hat.

In Wirlichkeit waren die zwei Brüder nämlich Bruder und Schwester, ebenfalls Zwillinge, ebenfalls Sprösslinge des guten alten Zeus und ihrer Mutter mit dem wohlklingenden Namen Hephaitate. Und sie hießen nicht Romulus und Remus, sondern Rumulos Hephaitate Zeus und Rena Zeus Hephaitate. Und der Streit war ebenfalls eher menschlicher Natur: Der simple Auslöser trug den Namen Eifersucht.

Während Rena nämlich ihre übermenschlichen Kräfte ganz in "den Dienst der Menschheit" stellte, und versuchte, damit Ruhm und Ehre zu erlangen, versuchte Rumulos entschlossen, die Arenen unsicher zu machen. Zu dieser Zeit gingen um die zweihundert Tote beim Pankration, etwas tausend verglühte Diskusse und fünfhundert abhanden gekommene Wurfspeere auf sein Konto. Er hatte die Olympischen Spiele so oft gewonnen, dass er eine private Sammlung an Lorbeer-Kränzen an der Wand hängen hatte. Zeus fand das natürlich ziemlich fantastisch und stand voll hinter seinem Wonneproppen.

Und wer, lieber Leser, verschwand unter den vielen Loorbeerkränzen? Genau. Die Zwillingsschwester. Diese wollte genauso an den Spielen teilnehmen wie ihr Bruder, aber Zeus hatte eine einfache Antwort auf ihre mehrfachen Anfrangen: "Schätzelein, du bist eine Frau. In Griechenland ist grad kein Platz für Emanzen. Und die Spiele der Geburtsmaschinen wurden noch nicht erfunden."

An dieser Stelle begannen Zeus und Rumulos jedesmal, sich vor Lachen fast den Feinripp, pardon, den Lendenschurz nasszumachen.

6.2.07 16:56
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Simi (7.2.07 18:42)

Super! Simi

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