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Der Kreis schließt sich

Rumulos starb unerwartet und grausam. Ein Diskuss war ihm in die Luftröhre, ein Wurfspeer in das Herz gesteckt worden, darüberhinaus hatte er unzählige Fausthiebe in alle Körpergegenden ertragen müssen. Weitere grausame Details sind uns nicht bekannt, die Akten darüber werden unter Verschluss gehalten, sofern sie überhaupt existieren (wie gesagt, die Aktenführung damals war eine Katastrophe). Der Mörder des Halbgottes wurde vergeblich gesucht.

Natürlich wussten zwei Menschen, beziehungsweise Götter, was geschehen war, und die Reaktionen der beiden waren höchst unterschiedlich.

Zeus belegte seine Tochter mit einem Bann. Solange dieser bestand, durfte sie keinen Tempel betreten und ihre halbgöttlichen Kräfte nicht ausüben. Rea nahm diese Maßnahme mit Gelassenheit hin.

Hephaitate nahm ihre Tochter eines Tages nach dem Mittagessen zur Seite. "Dem hast dus aber gezeigt", waren ihre weisen Worte gewesen.

Um ihren Vater nicht weiter zu erboßen, beschloss Rea, sich zurückzuziehen von der Zivilisation, in der sie als normaler MEnsch sowieso nichts bewirken konnte, sie beschloss, in die Wüste zu gehen, davon zu leben, was die Natur ihr darbot, und den Kontakt zu jeglichen anderen Personen abzubrechen, bis sie ihrem Vater wieder unter die Augen treten konnte, ohne mit Blitzen abgschossen zu werden.

Am zweiten Tag, um ein Uhr nachts, kam sie verfroren und verhungert zurück zu Hephaitate, die ihr eine warme Suppe machte. Über diesen Vorfall wurde bis heute geschwiegen. Was zwischen Rea und ihren Eltern noch geschah, ist uns nicht überliefert worden. Doch was danach geschah, das ist uns bekannt: Rea gebar zwei Töchter (die Väter sind nach wie vor unbekannt). Die erste Tochter verließ Griechenland, die zweite blieb dagegen und suchte sich einen Mann. Sie gebar zwei Töchter. So ging das über verschiedene Generationen, bis um die gleichen Stunde am gleichen Tag im gleichen Vorort von Athen zwei Kinder geboren wurden: Ein Mädchen und ein Junge. Beide waren Nachkommen jener Rea, aber beide wussten nichts davon.

Sie hatten nur eine einzige Gemeinsamkeit: Sie übten eine unglaubliche Anziehungskraft auf geflügelte Pferde aus.

Das Mädchen trug den Namen Selene. Sie war nicht besonders hübsch, wurde von den meisten ihrer Freundinnen in den Schatten gestellt. An Intelligenz mangelte es auch, in der Schule wurde sie immer wieder ermahnt, nicht über Marmor und Meißel einzuschlafen. Natürlich ahnte niemand etwas von ihrer äußerst seltenen Gabe der Traumsicht.

Der Name des Jungen war Herakles. Herakles war stark und gutaussehend, nur die Intelligenz fehlte. Natürlich wurde er verehrt, hinter seinem Rücken als Halbgott bezeichnet (was er über viele Ecken entfernt auch irgendwie war) und von allen weiblichen Wesen aus Athen angebetet. Und das schon im Alter von ungefähr 12 Jahren.

Die beiden wuchsen getrennt auf, ohne eine Ahnung von der Existenz des jeweils anderen. Zu unserem Zeitpunkt der Geschichte sind sie beide etwa 13 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt wissen sie nicht von ihrer Mission. Zu diesem Zeitpunkt kennen sie sich schon. Zu diesem Zeitpunkt können sie sich nicht leiden.

10.2.07 13:23
 


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